Stop Extrajudicial Killipngs in the Philippines


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Recent years have seen an extraordinary number of extra-judicial killings of political leaders and human rights defenders in the Philippines. The Asian Human Rights Commission believes that these killings are preventable, but will only stop if the local and international community publicly condemn and pressure the government of the Philippines into taking action.

Signatures:
6892



Note: In addition to signing our petition, Emails will be sent to the corresponding parties.
 




Source: STK Website



 


PETITION: MACHT DEM MORDEN JETZT EIN ENDE

 

 

Sehr geehrter Herr Justizminister,

 

PHILIPPINEN: MACHT DEM MORDEN JETZT EIN ENDE

In den vergangenen Jahren sind auf den Philippinen eine außerordentlich große Zahl von politischen Aktivisten und Menschenrechtskämpfern ohne gerichtliche Verfahren getötet worden. Berichten zufolge sind seit 2004 ca. 290 solcher Personen getötet worden. Diese Zahlen und die aktuelle Lage auf den Philippinen sind nicht hinnehmbar und erfordern ein sofortiges Eingreifen der Regierung, um die Tötungen zu stoppen.

Die unverminderten Tötungen und Angriffe auf Aktivisten auf den Philippinen zeigen die völlig inadäquaten Maßnahmen der Regierung, um weitere Ermordungen zu verhindern und der Verschlimmerung der Lage entgegenzuwirken. Die Polizei ist ihrer Verantwortung zur Aufklärung der Fälle nicht in erforderlichem Maße nachgekommen, wodurch eine Untersuchung der Verbrechen vor einem Gericht noch aussteht. Dieses Fehlen einer wirksamen polizeilichen Ermittlung in den Tötungs- und Gewaltverbrechen an Aktivisten sowie die augenscheinliche Nichtbereitschaft der Regierung zu intervenieren sind die größten Hindernisse bei der Verfolgung der Täter und dem Versuch, den Tötungen Einhalt zu gebieten.

Anscheinend existiert auf den Philippinen kein wirksames System, das sicherstellt, dass Schwerverbrecher für ihre Taten vor Gericht kommen. Einer der wesentlichen Bestandteile der Ermittlungen, die Sammlung von Beweisen, scheint auf den Philippinen derzeit nicht zu existieren. In den meisten Fällen, in den Aktivisten ermordet wurden, hat diese Unfähigkeit, ordentliche Beweise zu sammeln, dazu geführt, dass die Mörder nicht einmal identifiziert wurden oder dass Augenzeugen aus Angst nicht aussagen wollten. Aus diesen Gründen haben es viele Fälle nicht einmal bis vor ein Gericht geschafft.

Das Versäumnis, eine wirksame Ermittlungsarbeit und einen funktionierenden Zeugenschutz zu gewährleisten, scheint das Haupthindernis dafür zu sein, Tötungen ohne gerichtliches Verfahren einer gerechten Strafe zuzuführen. Dem Abhilfe zu schaffen würde eine wirksame Anwendung des Republic Act 6981 erfordern, eines Gesetzes, das Schutz, Sicherheit und finanzielle Hilfen für Zeugen garantiert, einschließlich des Schutzes aller Aktivisten und Menschenrechtskämpfer, die derzeit solchen Gefahren ausgesetzt sind.

Die Regierung der Philippinen hat auf die abschließenden Bemerkungen und die Empfehlungen des Menschenrechtskomitees der Vereinten Nationen vom 01.12.2003 nicht reagiert. Die Regierung hat sich als Mitgliedsstaat des Internationalen Paktes über Bürgerliche und Politische Rechte dazu verpflichtet, geeignete Maßnahmen einzuleiten. Der Beschluss und die Empfehlungen des Komitees lauten wie folgt:

Nr. 8. Das Komitee ist besorgt über das Fehlen geeigneter Maßnahmen zur Untersuchung von Verbrechen, die nachweislich von staatlichen Sicherheitskräften begangen wurden, insbesondere solche Verbrechen, die sich gegen Menschenrechtsaktivisten, Journalisten und Oberhäupter einheimischer Volksgruppen richten, sowie das Fehlen von Maßnahmen zur Verfolgung und Bestrafung der Täter.

(a) der Mitgliedsstaat sollte gesetzgeberische und andere Maßnahmen zur Verhinderung solcher Unrechtshandlungen einleiten, entsprechend Artikel 2, 6 und 9 des Paktes, und die Einhaltung der Gesetze gewährleisten.

Indem die Regierung keine geeigneten Maßnahmen entsprechend dieser Empfehlungen und gegen die Tötungen ergreift, beschneidet sie philippinischen Bürgern ihr Recht zu leben. Diese Handlungsweise terrorisiert die Menschen und bringt sie zum Schweigen, insbesondere jene Menschen, die dem Staat kritisch gegenüberstehen, und ist deshalb nicht hinnehmbar. Sie hat die philippinischen Bürger auch eines Lebensumfelds beraubt, in dem Recht und Gesetz herrschen.

Um weitere Tötungen von Aktivisten und Menschenrechtskämpfern zu verhindern und um eine neue gesellschaftliche Krise im Land abzuwenden, muss die Regierung hinsichtlich dieser Probleme unverzüglich in Aktion treten. Zuerst, und das ist am offensichtlichsten, müssen vollständige Ermittlungen und richterliche Untersuchungen sofort beginnen, mit dem Ziel, die Schuldigen für ihre Verbrechen vollständig zur Verantwortung zu ziehen und klarzustellen, dass diese Art von Tötungen nicht weiter geduldet wird. Zweitens muss allen Personen, die Zeugen solcher Verbrechen waren, Zeugenschutz gegeben werden. Drittens muss die philippinische Menschenrechtskommission eine aktive Rolle spielen, indem sie ihre Arbeit mit der staatlichen Ermittlungsbehörde koordiniert, anstatt darauf zu warten, dass andere Behörden die Initiative ergreifen, und indem sie Empfehlungen zur Entschädigung der Angehörigen der Toten prüft. Viertens muss die Regierung Äußerungen der Militärs, in denen Gruppen als „kommunistische Sympathisanten? aufgeführt werden, verurteilen und darauf drängen, dass diese Äußerungen zurückgenommen werden.

Bis diese Maßnahmen eingeleitet sind, bleiben die Schuldigen auf freiem Fuß und das Morden wird zweifellos weitergehen. Die Regierung der Philippinen muss in Aktion treten, wenn diese Situation abgewendet werden soll.

Als Justizminister gilt Ihnen mein Vertrauen, dass Sie der Erste sein werden, der die notwendigen Schritte ergreift.

Hochachtungsvoll,

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